Das bedeuten die 5 R der Nachhaltigkeit

Wenn du dich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt, wirst du schnell über die 5 R der Nachhaltigkeit stolpern. Damit du weißt, was diese bedeuten, erklären wir dir diese in diesem Beitrag.

 

Die 5 R der Nachhaltigkeit unterstützen dich dabei, dein Leben umweltfreundlicher zu gestalten. Wenn du sie beachtest, kannst du müll- und plastikfreier leben. Ursprünglich kommt der Begriff „5 R’s“ aus dem englischen, da die Begriffe auf Englisch mit einem R anfangen. Übersetzt kann daher auch von den „5 Schritten der Nachhaltigkeit“ gesprochen werden.

 

Refuse = Ablehnen

Reduce = Reduzieren

Reuse = Wiederverwenden

Recycle = Recyclen

Rot = Verrotten

 

Schritt 1: Refuse

Die eine Sache ist, Nachhaltigkeit zu Hause zu praktizieren. Da ist es (meist) noch relativ einfach. Nachhaltigkeit fängt jedoch mit dem Verhalten außerhalb des Eigenheims an. Fang an, Gratisgeschenke, die du nicht brauchst, dankend abzulehnen, bringe ein „Bitte keine Werbung“-Schild an den Briefkasten an.

Schritt 2: Reduce

Reduziere deinen Haushalt. Ok, das hört sich schlimmer an, als es ist. Bei diesem Schritt geht es darum, dass du dir zu Hause anschaust, ob du alle bisherigen Anschaffungen wirklich benutzt. Nutzt du den Sandwichmaker regelmäßig oder könntest du stattdessen auch die Pfanne nutzen? Apropos Pfanne: wie viele hast du? Ist die 5. Pfanne wirklich notwendig?

Wenn du eine neue Anschaffung tätigen möchtest, überlege dir, ob du das Produkt wirklich brauchst. Mit jeder Anschaffung bekommen wir auch neue Verantwortung. Wir müssen einen Platz dafür finden und es pflegen. Je weniger Dinge du hast, desto weniger Arbeit und Sorgen hast du damit. Du vereinfachst dein Leben und kannst dich auf Dinge konzentrieren, die dir Spaß machen.

Schritt 3: Reuse

Wiederverwenden wird oft mit Recyclen in einen Topf geschmissen. Während Recycling einem Produkt eine neue Form gibt, wird beim Wiederverwenden dasselbe Produkt immer und immer wieder in der ursprünglichen Form verwendet. Dadurch wird der Nutzen maximiert und die Lebensdauer verlängert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du die Brotdose immer als Brotdose verwenden solltest. Stattdessen kann sie z.B. auch als Aufbewahrungsdose für die Nähsachen dienen.

Schritt 4: Recyclen

Kennst du Upcycling? Upcycling ist ein halber Schritt vor dem Recycling. Hierbei werden aus alten Produkten neue gemacht. Du könntest z.B. aus einem alten Einwegglas eine Blumenvase machen, indem du sie anmalst. Hat das Produkte jedoch ganz ausgedient, kommen wir zum Recycling.

Wir kennen die Bilder der Mülldeponien wahrscheinlich alle. Damit wir unseren Beitrag dazu leisten, dass diese nicht größer werden, sollten wir unseren Müll recyclen und den entsprechenden Wertstoffsystemen zuführen. Dazu zählt auch, dass wir Produkte, welche aus mehreren Materialien bestehen trennen und dann die Pappe dem Pappmüll zuführen, das Plastik dem Plastikmüll usw.

Schritt 5: Rot

„Rot“, auf deutsch „Verrotten“, beschreibt den Vorgang des Kompostierens. Bei diesem Schritt geht es nur darum, dass der angefallene, organische Abfall kompostiert wird. Es ist das Recycling der Natur, denn während sich die organischen Abfälle zersetzen, geben diese ihre Nährstoffe an den Boden zurück. Wer einen Garten hat, hat meist auch einen Komposthaufen. In der Stadt gibt es oft die Möglichkeit seine Küchen- und Gartenabfälle auf dem Wertstoffhof abzugeben. Alternativ kann sich auch eine Wurmkiste oder Bokashi angeschafft werden.

 

Diese fünf Schritte sind die ursprünglichen 5 R der Nachhaltigkeit. Im Laufe der Jahre ist noch „Rethink“ (dt. „Umdenken“) dazugekommen. Deswegen wird auch von 5+1 R gesprochen. Umdenken ist an sich einer der wichtigsten Schritte – fange an, Alternativen zu suchen. Wenn du z.B. eine nachhaltige Zahnbürste suchst, gibst du in die Internet-Suche genau das ein. Heraus kommt Bambuszahnbürste. Bevor du dich das fragst: Ja, es gibt auch nachhaltige Elektro-Zahnbürsten.

 

Wenn du diese 5 Schritte der Nachhaltigkeit im Hinterkopf behältst, bist du bereits auf einem guten Weg. Es wird nicht alles von Anfang an funktionieren, du wirst auf Dinge stoßen, bei denen du mit der nachhaltigeren Alternative nicht zufrieden bist oder klarkommst – das ist ok! Wichtig ist, dass du anfängst und es versuchst.