6 praktische Tipps für deinen Start

Der Start in die Nachhaltigkeit ist für Anfänger nicht immer einfach. Wo fängst du am besten an? Jeder Mensch hat da seine eigene Meinung zu und das ist ok. Fange dort an, wo es für dich am meisten Sinn ergibt. Bei den meisten ist es der Lebensmitteleinkauf, für andere im Bad. Wir haben für dich 6 praktische Tipps für den Start zusammengestellt. Suche dir einen aus, mit dem anfangen möchtest.

Einkaufen mit deiner Tasche

Papiertragetaschen sind besser als Plastiktüten – das ist eine weit verbreitete Meinung, die jedoch nicht pauschal zu bestätigen ist. Die Papiertaschen rechnen sich erst, wenn sie sehr häufig genutzt werden.

Besser ist es, Stoffbeutel, Körbe oder Rucksäcke zu nutzen. All diese können mehrfach genutzt werden. Wetten, dass irgendetwas davon auch in deinem Haushalt zu finden ist?

Mehrwegnetze für dein Obst und Gemüse

Der Griff zum dünnen Plastikbeutel, auch Hemdchenbeutel genannt, ist uns in Leib und Seele übergegangen, wenn wir in der Obst- und Gemüseabteilung stehen. Inzwischen bieten viele Läden auch Mehrwegnetze an. Solltest du noch keine besitzen, lohnt es sich für den Anfang in 3-4 Netze zu investieren. Mit der Zeit wirst du merken, ob du mehr benötigst oder diese reichen.

Plane deinen Einkauf

Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem, bei dem wir alle unseren Teil beitragen. Genauso können wir aber auch alle unseren Teil dazu beitragen, die Lebensmittelverschwendung zu verringern. Der erste Schritt ist, den Einkauf zu planen:

  • Was ist noch im Kühlschrank und muss aufgebraucht werden? Womit sind die Lebensmittel kombinierbar oder was muss noch besorgt werden?
  • Was steht noch in der Vorratskammer?
  • Welche Gerichte kommen die nächsten Tage auf den Speiseplan?

Als zweiten Schritt kommen dann u.a. folgende Themen:

  • Wie können übriggebliebene Gerichte haltbar gemacht werden? Können sie eingefroren werden?
  • Was kann mit den Obst- und Gemüseresten gemacht werden? (Beispiel: Karottengrün-Pesto)

Wenn du dir diese Fragen regelmäßig stellst, kannst du die Lebensmittelverschwendung in deinem Haushalt minimieren. Mache dir keine Vorwürfe, wenn du noch immer manche Reste wegschmeißt – das passiert und ist nicht schlimm. Die Menge macht es.

Bitte keine Werbung!

Wie viel Werbepost landet in deinem Briefkasten? Und in deinem E-Mail-Postfach? Wie viel liest du davon, bevor du sie wegschmeißt? Mit einem Schild am Briefkasten „Bitte keine Werbung einwerfen“ kannst du dem Entgegenwirken. Dadurch verringert sich die Werbeflut merklich. Digital kannst du dich nach und nach von Newslettern abmelden. In Deutschland kannst du dich auf die Robinsonliste setzen lassen. Das kann dich als Verbraucher vor unaufgeforderten Werbesendungen schützen.

Der eigene Mehrwegbecher

Gerade, wenn du dir gerne unterwegs ein Kaffee oder Tee holst, lohnt sich der eigene Mehrwegbecher. In vielen Gegenden gibt es bereits Pfandsysteme für To-Go-Becher, wie z.B. Recup. Oft kannst du mit deinem eigenen Becher sogar ein paar Cent sparen. Auf Dauer lohnt sich das richtig.

Reparieren statt neu kaufen

Bei Autos und Fahrrädern ist es für uns normal, dass wir es reparieren (lassen), bevor wir uns ein neues Fortbewegungsmittel kaufen. Warum versuchen wir es nicht mit allen unseren Dingen? Viele lassen sich besser reparieren, als wir zuerst vermuten und begleiten uns danach noch lange. Wenn es dann doch ein Neukauf sein muss, versuche darauf zu achten, dass du ein Produkt wählst, für das es Ersatzteile gibt.